Das umschweifige Treiben des AK Nahost

Anfang August hatte ich bereits über die Geschehnisse bei der antizionistischen Kundgebung und im Anschluss stattfindenden Spontandemo durch die Leipziger Innenstadt berichtet. Beides fand am Nachmittag des 17. Juli statt. Anlass war der wieder an Intensivität zunehmende Konflikt zwischen terroristischen Organisationen im Gaza-Streifen (Hamas, Islamischer Dschihad, usw.) und den Israelischen Streitkräften. Im Grunde hatte das neu gegründete Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus dazu alles Wesentliche gesagt. Insbesondere die organisatorische Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung durch den „AK Nahost“ führte zu heftiger Kritik. Doch offenbar wurde der Arbeitskreis fälschlicherweise der lokalen DieLinke.SDS-Gruppe zugeschrieben, die sich wiederum am 12. August mit einer Stellnungnahme auf ihrer Facebook-Seite distanziert hatten: der AK Nahost habe nichts mit dem SDS zu tun und habe auf eigene Faust den SDS als Organisator mit aufgeführt.

Doch damit nicht genug. Ein neuer Vorfall ist erwähnenswert, in dem der AK Nahost eine schäbige Rolle spielt. In der Nacht vom 11. auf den 12. August wurde die Fassade an das linke Wohn- und Kulturprojekt „b12“ mit dem Schriftzug „Boycott Israel“ gesprüht, das innerhalb der Leipziger Linken für seinen israelsolidarischen Standpunkt bekannt ist. In einer Stellungnahme der b12 ist zu lesen, dass es relativ eindeutige Indizien gibt, die dafür sprechen, dass ein Mitglied des AK Nahost sich die Mühe gemacht hatte, seinen antizionistischen Aufruf zu verbreiten. Die Facebook-Seite des AK Nahost lässt eigentlich kaum einen Zweifel zu, dass es sich bei ihrer Arbeit nicht um die Analyse der Verhältnisse im gesamten Nahen Osten geht, sondern die Delegitimierung Israels das vorrangige Ziel ihrer Agenda darstellt.

Foto des Graffito, das an der Hauswand der b12 hinterlassen wurde. Leicht zu erkennen: der Schriftzug „Boycott Israel“ (Quelle: Homepage der b12)

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