Die Zustände der Rostocker Linken – eine Chronik

Vor einiger Zeit veröffentlichte das Blog Kritische Provinz 11 „Thesen zur radikalen Linken in Rostock und Umgebung“ in der 2. Ausgabe des Fanzines Keep Dancing. In diesen Thesen wird die provokante Ansicht vertreten, dass es keine radikale Linke in MV gäbe. In ihnen wird des Weiteren die regionale Antifa-Szene scharf kritisiert und gegen sie polemisiert.

Darauf reagierte der Rostocker Infoladen Flüstern und Schreien mit einem vorläufigen Auslege-Verbot der entsprechenden Ausgabe.

Als Reaktion auf die Politik des Infoladens verfasste Kritische Provinz einen Artikel mit dem Titel „Flüstern und Schreien – und Maul halten„, in dem sie das Verhalten des Infoladens als Zensur kritisieren. Außerdem verfasste Keep Dancing dazu eine Stellungnahme: „Erschwerte Bedingungen. Zur Politik des Infoladens Rostock„.

Doch damit nicht genug. Auf Kritische Provinz erschien im Februar diesen Jahres der Gastbeitrag „Von der neusten Provinzposse eines linken Projektes„, in dem das Alternativ Wohnen in Rostock e.V. (Awiro), bzw. das dazugehörige Café Median als apolitischer und verrauchter „Antifa-Hooligan-Szeneschuppen, der einem autonom-alternativen Lifestyle-Spektrum einen Ort zum besaufen bietet“, betitelt wird. Anlass des Artikels war ein bereits im Vorfeld verbreiteter Fragebogen des Awiros, der Verbesserungsvorschläge, Kritik und Wünsche zum Thema hatte.

Die weiteren Ereignisse, die den Leuten von Keep Dancing und Kritische Provinz widerfahren sind, wurden in dem Artikel „Über die Rostocker Awiro-Linke und ihren autoritären Bedürfnissen“ thematisiert. Die Vorwürfe wiegen schwer: persönliche Beleidigungen und sozialer Druck gegen eine_n Macher_in des Fanzines, Ausschlussforderungen, Nazivergleiche, konkrete Gewaltandrohungen und Hausverbotsbestrebungen für gesamt-MV gegen Personen der Kritischen Provinz. Einen Tag später machten auch Artikel auf Indymedia und Linksunten auf die offensichtliche Eskalation des Streits in Rostock aufmerksam.

In der Zwischenzeit ist die dritte Ausgabe der Keep Dancing erschienen. In ihr enthalten ist ein Gastbeitrag von mir, der durch die Thesen zur radikalen Linken in Rostock und Umgebung inspiriert wurde. Er trägt den Titel „Basisbanalitäten eines provinziellen Antifaschismus“ und orientiert sich an der ambivalenten Relation zwischen praktischer Antifa-Arbeit und linksradikaler Theorie bzw. Gesellschaftskritik. Dieser Artikel wird in der nächsten Zeit auf diesem Blog veröffentlicht werden und lässt sich auch hier lesen.

Zudem finden sich in der aktuellen Ausgabe der Beitrag Ein einfacher Gegenvorschlag“ des Blogs Slow and Steady (Autor_in: OverTime) als Antwort auf die 11 Thesen und eine direkte Antwort auf eben jenen durch die Kritische Provinz. OverTime kritisiert insbesondere die Feststellung der „theoretischen Unfundiertheit“ der Szene in MV und thematisiert das Verhältnis von Antifa und Staat sowie das fragwürde (Selbst-)Label des Linksradikalismus. Die Rede ist außerdem von Gemeinsamkeiten zum (Neo)-Konservativismus und eine inhaltliche Nähe zum Verfassungsschutz. Die Antwort der Kritischen Provinz trägt den Titel „Fragmentarische Gegenreden. Eine Reaktion auf die Kritik an unseren Thesen zur radikalen Linken in Rostock und Umgebung“. In ihr wird sich mit dem Vorwurf des (Neo-)Konservativismus auseinandergesetzt und eben jener an OverTime zurückgegeben. Es wird ferner auf die anderen aufgeworfenen Punkte, wie Selbstetikettierung als linksradikal und das gesellschaftliche Verhältnis von Antifas und Staat eingegangen.

Soweit ist dies der letzte Stand der Dinge. Man darf gespannt sein, wie sich das entwickelt und ob noch weitere Beiträge folgen werden.

Zum Schluss noch ein kleiner Hinweis: Insbesondere die veröffentlichten Berichte über Gewaltandrohungen, Einschüchterungen und ‚Szeneausschluss‘ verdeutlichen, dass eine Linie überschritten wurde, die notwendigerweise emanzipatorischen Inhalten konträr entgegengestellt ist. Beachtet dabei bitte, dass ich in dieser Chronik versucht habe, die bisherigen Ereignisse und Texte möglichst kurz und prägnant zusammenzufassen. Dabei habe ich die (fragwürdigen) Highlights versucht hervorzuheben. Dass damit keine eindeutige Objektivität mehr gewährleistet sein kann, dürfte klar sein. Zudem habe ich die zahlreichen Kommentare und Anmerkungen unter den einzelnen Artikeln für diesen Beitrag nicht weiter beachtet. Sie enthielten eine Vielzahl von Gerüchten, Gegenvorwürfen und Korrekturen. Wer sich das antun möchte, sei herzlichst dazu eingeladen, dies noch nachzuholen.

 

 

 

 

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31 Kommentare zu Die Zustände der Rostocker Linken – eine Chronik

  1. emilio sagt:

    https://linksunten.indymedia.org/de/commentrevision/71034?destination=node/82212

    – kranker dreister scheiß ! Weil feindbild nazi nicht greift, sollen sie jetzt auch rassisten und sexisten sein. Das ist so arm …

    Es kann von KP gehalten werden was man will, aber was soll noch kommen ?

  2. d_l sagt:

    Ich glaube du bist da einem Internetphänomen aufgesessen und hast dich für die Zwecke von KP einspannen lassen. Das Projekt Kritische Provinz ist mit seinem Ziel, die linke Szene Rostocks mit Blogbeiträgen zu läutern und zu verbessern (mit diesem Anspruch sind sie eigenen Angaben nach mal gestartet) am Ende. Je mehr sich das Möglichkeitsfenster für die kritischen Provinziellen schloss, desto schriller wurden die Töne was wiederum dazu führte, dass sich das Projekt noch schneller diskreditierte. KP hat einen Wettlauf gegen die Wand gewonnen und liegt nun it Kopfschmerzen am Boden. Weil für die eigene Sache weder in der lokalen Blogosphäre geschweige denn im echten Leben noch irgendetwas herauszuholen war, wurde sich zum Schluss als Opfer eines Kreuzzuges gegen Szene-Kritiker inszeniert und die ganze Sache auch auf Indy gehievt. Das ist ärgerlich, aber die Sichtweise von KP sagt nichts über die Zustände in einer Szene aus, an der die kritischen Provinziellen nur noch durch das Lesen von den Blogs der Anderen Anteil nehmen.

    Es mag sein, dass dich die Diskussion im Keep Dancing Fanzine sehr interessiert hat und du deswegen aufmerksam aus der Ferne verfolgen möchtest, was in HRO vorgeht, aber da sind die Sichtweisen der KP kaum eine gute Hilfe. Wenn du dir die durchaus auch heftigen Debatten bspw. bei Rostock Boulevard anschaust, dann siehst du dass über Missstände in HRO und über in meinen Augen fatale Schwachsinnspolitik einiger Jung-Anti-Ds, die sich nochmal so benehmen wollen, wie es vor 10 Jahren en vogue war, durchaus auch kontrovers gestritten wird. Aber ich wüsste nicht, dass Rostockboulevard wegen Kritik an seinem Bloggen schon mal Hilferufe bei Indy veröffentlicht hätte. 😉

  3. Rostockboulevard sagt:

    1. weil ich noch nicht zu Ohren bekommen habe, dass mir jemand aufs Maul hauen will
    2. weil mir kein MV weites Hausverbot angedroht wurde – oder in anderen Szene Lokalitäten
    3. weil mir keiner in andere Städte nachstellt um meinen „Ruf“ schlechtzureden
    4. weil ich mich für Sachen, über die nicht geredet werden darf, nicht wirklich interessiere.
    5. weil ich es gut finde kritisiert zu werden, wäre schöner wenn es nicht ein solches rumgetrolle wäre ^^
    6. bei meinen Kommentaren kommt kein „zieht hier endlich weg“ usw. usf. und es werden zumeist keine autoritären wünsche, wie z.b. wie die von jugo (http://kritischeprovinz.blogsport.de/2013/03/26/ueber-die-rostocker-awiro-linke-und-ihre-autoritaeren-beduerfnisse/#comment-1555) geäußert.
    7. In den Kommentaren auf meinen Blog werden keine wilden Fantasien über meine Person getätigt. (https://linksunten.indymedia.org/de/commentrevision/71034?destination=node/82212)
    8. Weil ich nicht denke das mir Indy irgendwie helfen kann
    9. Weil ich eine andere Position zur radikalen Linken im allgemeinen habe
    10. Weiles nochnicht soweit gekommen ist.

  4. d_l sagt:

    Die Sache mit dem Getrolle, ist wie dir verschiedentlich nahegelegt wurde, aber keine Einbahnstraße. 🙂

    Heftige Reaktionen kommen sicherlich auch des öfteren zustande weil auf deinem Blog Aktivitäten einer lokalen Gruppe aus der Friedensbewegung mit Vokablen beschrieben wurden, die deren Politik in eine Nähe zum Nationalsozialismus stellte. Solche nicht nur dreisten sondern auch absurden und in Bezug auf die begriffliche Schärfe absolut kontraproduktiven Ergüsse sind nicht von ungefähr auch als Trollerei wahrgenommen worden. Aber es stimmt, bislang hast du aus kritischen Reaktionen auf dich und deine Veröffentlichungspolitik nie den Schluss gezogen, dass es ja garnicht anders sein kann, als dass immer nur die Anderen an allem Schuld seien. Im Gegenteil, sehr sehr zaghaft zeigten sich ja auch Ansätze von Selbstkritik. Und das ist doch immerhin eine Basis, die deinen Kritiker_innen Anlass zu wie auch immer berechtigter Hoffnung auf Einsicht geben kann. Solche Brücken und seien sie noch so klein und zaghaft hat Kritische Provinz bislang immer vorsätzlich abgebrochen. Die Verwunderung sich dann allein auf einer kleinen Insel wiederzufinden ist dabei dann das eigentlich verwunderliche.

  5. Rostockboulevard sagt:

    „Heftige Reaktionen kommen sicherlich auch des öfteren zustande weil auf deinem Blog Aktivitäten einer lokalen Gruppe aus der Friedensbewegung mit Vokablen beschrieben wurden, die deren Politik in eine Nähe zum Nationalsozialismus stellte“

    Was andere leute auf meinem Blog kommentieren dafür kann ich nichts. Du müsstest mir nachweisen, wo ich die politik des FB “ in eine Nähe zum Nationalsozialismus stelle“.

  6. Das ist eine ganz einfache Sache juristisch bist du nicht nur für Gastbeiträge sondern sogar für die Kommentare auf deinem Blog zuständig, weil dir zugemutet werden kann, dafür Sorge zu tragen, dass in der von dir verantworteten Publikation nicht die Persönlichkeitsrechte Dritter verletzt werden. Wenn du einen Gastbeitrag auf deinem Blog veröffentlichst wird also davon auszugehen sein, dass du diesen inhaltlich billigst. Sollte dir dies nicht klar gewesen, sein so solltest du dich in der Hinsicht schnell mal informieren. Wer Freunde wie den Schikora als Kommentatoren in seinen Spalten auf dem Blog hat, braucht keine spezialisierte Abmahnkanzlei mehr als Feinde. Ein stinknormaler Strafrechtler kann dir bei dessen Kreuzzügen schon die Hölle heißmachen. Das mal als Tip unter Kollegen. 😉

  7. P.S.: Die wilden Jahre sind vorbei. Es ist heute wahrscheinlicher dass du mit nem Raub im echten Leben durchkommst, als dass du im Netz straffrei ausgehst. 😉

  8. Rostockboulevard sagt:

    „Das ist eine ganz einfache Sache juristisch bist du nicht nur für Gastbeiträge sondern sogar für die Kommentare auf deinem Blog zuständig, weil dir zugemutet werden kann, dafür Sorge zu tragen, dass in der von dir verantworteten Publikation nicht die Persönlichkeitsrechte Dritter verletzt werden.“
    Ehrlich gesagt mache ich mir erst sorgen darüber, wenn ich eine Klage am Hals habe. Des weiteren bestehe ich darauf für das, was ICH geschrieben habe kritisiert zu werden. Und ja ich dulde Olafs Text. Wenn du mir nachweist, wo jener den Nationalsozialismus verharmlost oder das FB in die Tradition stellt, dann hab ich was gelernt. Des weiteren beharre ich auf das was ich schon einst schrieb:
    „Bevor bei diesem Blog der totale Durchblick verloren geht und uns chronische Schizophrenie unterstellt werden kann: Dieser Blog wird von einer kleinen, losen, (pseudo-)Redaktion/Personengruppe geführt. ( was nicht mehr stimmt: http://rostockboulevard.blogsport.de/2012/10/15/138/) Einige Meinungen können teilweise (weit?) Auseinanderklaffen. Es ist sogar gut vorstellbar, dass auf diesen Blog Artikel erscheinen, welche vorige Artikel kritisieren. Einzelmeinungen sind durch eine Autorenangabe gekennzeichnet (unterm Text).“(http://rostockboulevard.blogsport.de/2012/04/29/44/#comments)

    „P.S.: Die wilden Jahre sind vorbei. Es ist heute wahrscheinlicher dass du mit nem Raub im echten Leben durchkommst, als dass du im Netz straffrei ausgehst.“ -> schade dass jenes nicht impliziert, dass das stehlen im Supermarkt sich wieder lohnt. (kleiner Scherz am Rande)

  9. George Taylor sagt:

    Wenn du mir nachweist, wo jener den Nationalsozialismus verharmlost oder das FB in die Tradition stellt, dann hab ich was gelernt.

    Naja zumindest Olaf – also der Autor des Ursprungtextes – zumindest in der Kommentarspalte zeitweise ein Stückchen weiter: Was den Gleiwitz- Vergleich angeht, so finde ich ihn tatsächlich ebenfalls in diesem Zusammenhang sehr sehr sehr fragwürdig.

    Das sowohl Olaf als auch du die Positionierung der Hochschulgruppe äußerst affirmativ begegnen, spricht dann wohl dafür, dass du nicht nur de jure, sondern auch de facto die Verbreitung solcher Thesen zum Friedensbündnis begrüßt.

    @ esra

    Das ist ärgerlich, aber die Sichtweise von KP sagt nichts über die Zustände in einer Szene aus, an der die kritischen Provinziellen nur noch durch das Lesen von den Blogs der Anderen Anteil nehmen.

    Ja. Und außerdem hat das Ganze schon die Züge einer griechischen Tragödie.

  10. Rostockboulevard sagt:

    Wo in aller welt habe ich ( oder Olaf) diese These (Gleiwitz) denn verbreitet ?

    • Rostockboulevard sagt:

      Oder unsere zustimmung ausgedrück ? Aus deinem eigenes zitierten Zitat kann doch eigentlich nur was anderes geschlossen werden …

  11. George Taylor sagt:

    @ Esra

    Was ich bei deinem Post grundsätzlich etwas schwierig finde ist, dass bei der Chronik der Eindruck vermittelt wird, dass die so genannte Gewaltandrohung – die sicher unschön, aber bei genauerer Betrachtung nichts mehr als eine Entgleisung war – in einem Konnex mit den ziemlich banalen Thesen von Kritischer Provinz besteht.

    Richtig hingegen ist, dass Kritische Provinz repressionsrelevante Internas in die Öffentlichkeit posaunt hat, obwohl sie wussten, dass dies unerwünscht ist.

    @ rostockboulevard

    In deiner Kommentarspalte durfte – von dir unwidersprochen – Linken der Wunsch nach Judenvernichtung unterstellt werden. Die Positionierung und vor allem die „Argumentation“sweise der Hochschulgruppe wurde nicht einmals ansatzweise kritisch reflektiert. Das höchste der Gefühle waren da so Aussagen, wie: „sehr, sehr, sehr fragwürdig“, um anschließend absatzweise über den vermeintlichen Antisemitismus des Friedensbündnis zu referieren.

    Hier ist aber sicher nicht der Ort dafür.

    • Es gab, wie wir auch geschrieben haben, mehrere Gewaltandrohungen und nicht nur eine. Aber auch abgesehen davon ist es schon sehr bezeichnend, dass du immer noch versuchst solche Vorkommnisse herunterzuspielen. Komisch auch, dass dieser „Entgleisung“ auf dem Plenum wo sie ausgesprochen wurde, niemand widersprochen hat. Offenbar wurde diese Drohung also auch von dem breiten Plenum nicht nur als „entgleisende Maßnahme“, nicht als „no go“, sondern als zu tollerierendes Eingreifen hingenommen.

  12. Rostockboulevard sagt:

    Was – außer frage – nicht korrekt ist. Soweit ich weiß haben wir (ich oder olaf) aber auch nichts gegen das Kommantar von „Leser“ gesagt. (http://rostockboulevard.blogsport.de/2013/02/28/ueber-die-kritikfaehigkeit-eines-rostocker-friedensbuendnisses-2/#comments) Wie du darauf kommst das wir daniel und nicht „Leser“ zustimmen, dass bleibt dein geheimnis.

    • Rostockboulevard sagt:

      Das wir weder hinter Herr Schikora stehen, noch auf die Kritik am FB verzichten möchten, jenes scheint in deiner Welt undenkbar. Eine „kritische Refelxion“ braucht leider mehr Zeit, als ich einen dahingeklatschten kommentar widme.

      Aber meinetwegen können wir das auch woanders klären. Ich glaube es ist mega offtopic

    • Rostockboulevard sagt:

      „In deiner Kommentarspalte durfte – von dir unwidersprochen – Linken der Wunsch nach Judenvernichtung unterstellt werden. “ (Taylor)

      Wie du darauf kommst das „Linken“ jenes unterstellt wurde ist mir nicht klar. Es wurde geschrieben: „„George Taylor“ et al. mögen eine Wiederauflage der „Endlösung der Judenfrage“ herbeisehnen – weshalb sie in der vorbehaltlosen Verteidigung des „Rechtes“ der Khomeinisten auf nukleare Aufrüstung durch die „Friedensbewegung“ nichts Antisemitisches erkennen können“
      (http://rostockboulevard.blogsport.de/2013/02/28/ueber-die-kritikfaehigkeit-eines-rostocker-friedensbuendnisses-2/#comment-2240)

      Was sicherlich dahingehend nicht cool finde, weil ich deine Position zu der iranischen Atombombe und über dieses Regime garnicht kenne. Daher es ist an den haaren herbeigezogen, aber es wird nicht von „Linken“ geredet.

      Ich will darauf hinweisen, dass „Antideutsche“ in meiner Kommentarspalte auch dass : „Antideutsche stehen in diversen Punkten mit Faschisten, Rechtskonservativen und insbesonderen Neurechten (Islamophoben, Gert Wilders-Schiene usw.) sehr nahe.“(http://rostockboulevard.blogsport.de/2013/02/28/ueber-die-kritikfaehigkeit-eines-rostocker-friedensbuendnisses-2/#comment-2116) geschrieben wurde. Daher kann auchnicht abgeleitet werden, dass sachen, welche in meine kommentarspalte stehen bleiben dürfen, von mir als cool oder haltbar angesehen werden.

  13. Rostockboulevard sagt:

    „Was sicherlich dahingehend nicht cool finde …“

    Es muss heißen: “ was ich sicherlich schon (!) dahingehend … usw. usf“

    Es ist nur ein aspekt, welchen ich herauszeichne.

  14. George Taylor sagt:

    @Rostockboulevard

    Aber meinetwegen können wir das auch woanders klären. Ich glaube es ist mega offtopic

    Und deswegen postest du hier noch anschließend zwei weitere Kommentare, die eigentlich unter dein Blog gehören. Strange…

    Abschließend an dieser Stelle (wir können dies gerne auf deinen Blog weiterführen)

    Wie du darauf kommst das “Linken” jenes unterstellt wurde ist mir nicht klar. Es wurde geschrieben: “„George Taylor“ et al. mögen eine Wiederauflage der „Endlösung der Judenfrage“ herbeisehnen

    Sorry. Ich verstehe mich als links. ‚et al.‘ zielt vermutlich auf das Friedensbündnis, die sich wohl auch als links verstehen. Damit wurde ‚Linken‘ also politisch linksorientierten Menschen unterstellt, sie würden eine „Endlösung der Judenfrage“ herbeisehnen. Ist eigentlich nicht so kompliziert…

    Das wir weder hinter Herr Schikora stehen, noch auf die Kritik am FB verzichten möchten, jenes scheint in deiner Welt undenkbar. Eine “kritische Refelxion” braucht leider mehr Zeit, als ich einen dahingeklatschten kommentar widme.

    Eben. So war dein, respektive Olafs, Artikel eben nur ein hingeklatschter Kommentar. Das ist ja so ziemlich genau das was ich bei dem Artikel immer bemängelt habe.

    Was sicherlich dahingehend nicht cool finde, weil ich deine Position zu der iranischen Atombombe und über dieses Regime garnicht kenne.

    Sowas ist nicht nur einfach „nicht cool“. Da wird jemanden ohne Kenntnis seiner Position nicht nur Antisemitismus vorgeworfen, sondern man geht gleich in die Vollen und imaginiert gleich genozidäre Absichten. Nur noch mal zu Erinnerung: Das Friedensbündnis monierte, dass die Hochschulgruppe eine inflationäre und damit relativierende Verwendung des Begriffes ‚Antisemitismus‘ verwendet. Was sich da geleistet wurde, ist bereits hyperinflationär. Du allerdings schaltest diesen Kommentar nicht nur aktiv frei, sondern lässt ihn auch noch völlig unkommentiert. Während du im gleichen Thread Äußerungen von mir zensiert hast, wegen angeblicher persönlicher Beleidigungen. Und da drängt sich dann doch ein bisschen der Verdacht auf, dass du mit sehr sehr unterschiedlichen Maßen misst und der Vorwurf du würdest bestimmten Positionen affirmativ begegnen nun nicht völlig aus der Luft gegriffen ist. Zumal du dich ja sehr lange geweigert hast, dich überhaupt kritisch zur Hochschulgruppe zu äußern, sofern man ’nicht cool‘ und ’sehr sehr fragwürdig‘ als angemessene Reaktion auf diesen in letzter Konsequenz shoaverharmlosenden geistigen Dünnschiss bezeichnen kann.

    Nun gut. Dieser Blogeintrag will über die Zustände in der Rostocker Linken berichten und die Auswärtigen seien darauf hingewiesen, dass es Gott sei Dank noch ein Reallife-Leben gibt. Also heraus zum Ersten Mai in Rostock. Kapitalismus überwinden. Her mit dem schönen Leben. 01.05.13 | 14:00 Uhr | Matrosendenkmal*

    * Und wenn die ganzen selbsternannten Ideologiekritiker am Ersten Mai nicht wieder auf virtueller Antisemiten-/ Macker- /Reaktion- /….-jagd sind, werden wir vielleicht auch ne Handvoll mehr sein 😉

  15. Rostockboulevard sagt:

    „Aber meinetwegen können wir das auch woanders klären. Ich glaube es ist mega offtopic

    Und deswegen postest du hier noch anschließend zwei weitere Kommentare, die eigentlich unter dein Blog gehören. Strange…“

    Ich wollte nur was inhaltlich ergänzen …

    „Wie du darauf kommst das “Linken” jenes unterstellt wurde ist mir nicht klar. Es wurde geschrieben: “„George Taylor“ et al. mögen eine Wiederauflage der „Endlösung der Judenfrage“ herbeisehnen

    Sorry. Ich verstehe mich als links. ‘et al.’ zielt vermutlich auf das Friedensbündnis, die sich wohl auch als links verstehen.“

    Ich hab das „Linken“ dann falsch interpretiert und es so verstanden, dass „Linke“ im allgemeinen so betitelt wurden …

    „Das wir weder hinter Herr Schikora stehen, noch auf die Kritik am FB verzichten möchten, jenes scheint in deiner Welt undenkbar. Eine “kritische Refelxion” braucht leider mehr Zeit, als ich einen dahingeklatschten kommentar widme.

    Eben. So war dein, respektive Olafs, Artikel eben nur ein hingeklatschter Kommentar. Das ist ja so ziemlich genau das was ich bei dem Artikel immer bemängelt habe.“

    Was für ein unsinn. Ich habe den Text nicht geschrieben, daher kann doch nciht das was ich sage auch Olaf angewendet werden. (Desweiteren was ist eigentlich ein Blog eintrag außer ein Kommentar?) Ich wollte damit ausdrücken, dass eine genauere analyse etwas mehr zeit braucht. Abgesehen davon habe ich besseres zu tun, als mich ewig mit provinzstreitereien rumzuschlagen.

    „Was sicherlich dahingehend nicht cool finde, weil ich deine Position zu der iranischen Atombombe und über dieses Regime garnicht kenne.

    Sowas ist nicht nur einfach “nicht cool”.“

    Nicht cool in dem Sinne, dass ich es nicht feier. Ich weiß garnicht was du hast. Mir wird unterstellt ich würde die Sachen, welche Herr Schikora schreibt abfeiern. Wenn ich nun ein einem Beispiel skizziere, dass ich das nciht tue, dann bin ich trozdem der Buhh-Man.

    Dazu auch: „Es muss heißen: ” was ich sicherlich schon (!) dahingehend … usw. usf”

    Es ist nur ein aspekt, welchen ich herauszeichne.“ (http://esra.blogsport.eu/2013/04/04/chronik-rostocker-zustaende/#comment-532)

    Und dass mit den völlig unkommentiert verstehe ich noch immer nicht. Ich habe viele Sachen die mir nicht passen unkommentiert gelassen. Wie z.b. denn part den ich zitiert habe ( siehe letzter teil: http://esra.blogsport.eu/2013/04/04/chronik-rostocker-zustaende/#comment-531). Es gab ja genug andere dinge auf die ich antworten musste. Und bei 10 kommentaren pro tag, will ich auch garnicht auf alles antworten. Ich habe weite teile der diskussion zwischen D_L und Herrn Schikora unkommentiert gelassen. Abgesehen davon kotzt mich die diskussion übel an.

    Und wer genau aufgepasst hat, jene_r wird erkennen, dass ich mich schonmal über den Sprachgebrauch der DIG lustig gemacht habe, sowie ich schon einst ein kritisches Kommentar über eine Veranstaltung der DIG geschrieben habe. Aber was nicht gesehen werden will, dass wird nicht gesehen. Daher war mein erster kritischer Kommentar gegenüber der DIG kurz nach deren Gründung.

    Wobei ich finde, dass noch ein unterschied zwischen der DIG und einzelnen Mitgliedern zu machen ist. Und die bedeutung von anführungszeichen, sollte auch nicht verloren gehen.

    „Verwendung

    Anführungszeichen (Gänsefüßchen, Hochkommata) werden verwendet:

    um die wörtliche Rede zu kennzeichnen: Er sagte: „Bis bald!“,
    um Zitate zu kennzeichnen: „Gallia est omnis divisa in partes tres.“ (C. Iulius Caesar: De bello gallico 1,1) und
    zur Kennzeichnung von Ausdrücken, die nicht wörtlich zu nehmen sind oder die nicht zur Stilebene des Textes passen, z.B. für Umgangssprache in schriftsprachlichen Texten: Auf der A1 ereignete sich ein „krasser“ Unfall.“
    http://www.maha-online.de/blog/2011/05/29/anfuhrungszeichen/

    Sonst endet man wie Cafe Morgenland, welche Stephan Grigat „Faszinosum nationalsozialistischen Gedankengutes“ zuschreiben. (http://rostockboulevard.blogsport.de/2013/01/28/back-for-breakfast/)

  16. George Taylor sagt:

    Zum eigentlichen Thema kann festgehalten werden, dass Kritische Provinz nun sehr deutlich einräumt, dass die Ursache für die Entgleisungen, darin besteht, dass Kritische Provinz auf das Sicherheitsbedürfnis anderer Leute scheißt:
    Wir dachten uns, dass es da Stunk geben würde, nicht aber, dass man uns versuchen würde aus allen Projekten zu verbannen, persönlich nachzustellen und mit Gewalt zu drohen. Weil wir an unseren Veröffentlichungen jedoch nichts „Sicherheitsrelevantes“ sehen, stehen wir auch weiterhin dahinter.

    Dass bestimmte Leute „not amused sind“ ist erstmal relativ egal für uns.

    Das sollte man einfach mal kurz auf sich wirken lassen.

    Es wurde klar kommuniziert worin das Problem besteht. Kritische Provinz glaubt jedoch definieren zu können, wo das Sicherheitsbedürfnis anderer Leute zu enden hat und wenn sich jemand darüber beschwert geht es der Kritischen Provinz eben einfach mal am Arsch vorbei. Das kann Kritische Provinz gerne tun, nur muss natürlich die Frage gestellt werden, welche Reaktionen denn dort eigentlich erwartet worden sind. Man rechnete ja mit Stunk, man hat ja schließlich vorsätzlich gegen die erklärten Sicherheitsbedürfnisse eines Teils der linken Szene verstoßen. Gleichzeitig bringt man zum Ausdruck, dass es einem Scheißegal ist, wenn sich Leute darüber beschweren. Nicht das mich diese Äußerung in irgendeiner Art und Weise überraschen würde, nur sollte man als politische denkener Mensch dann einfach mal zur Kenntnis nehmen, dass nicht zwingend derjenige der den ersten Schuss abgibt auch den Krieg angefangen haben muss.

    Wenn A sagt: „Wir können gerne über X diskutieren, aber nicht in der Öffentlichkeit, weil durch die Öffentlichkeit der Debatte vitale Interessen von uns verletzt werden.“
    Und B meint: „Das interessiert uns wie eine Wasserstandsmeldung, wir diskutieren das jetzt öffentlich.“ Dann hat B den Abbruch der diplomatischen Beziehungen vorgenommen.

    Ob nun Gewaltandrohungen die klügste Reaktion darauf ist, sei mal dahingestellt. Aber ich bin gerne offen für Vorschläge, wie dieser Konflikt nach dem Vorgehen von Kritischer Provinz noch gelöst werden sollte. In meinen Augen wurden sie nicht aus „der Szene“ ausgeschlossen, sondern haben selbst mit dieser Vorgehensweise den Ausstritt vorgenommen, da der bewusste Verstoß gegen offen kommunizierte Sicherheitsbedürfnisse, eben genau dazu führen muss. Mag sein, dass dies in anderen Städten völlig anders gehabt wird (wäre mir persönlich neu – aber wer weiß…).

  17. @rostockboulevard

    Man kann durchaus auch auf seinem Blog Doppelstandarts anlegen und sich extrem einseitig parteilich geben, aber dann sollte man das nicht unter dem Banner der Kritik an der Kritikunfähigkeit Anderer tun. 😉 Wer anderen einen solchen Vorwurf macht wie der Olaf dem RFB und wer dem Olaf dafür Platz auf seinem Blog schenkt, von dem erwartet man natürlich, dass er/sie dass was er/sie von anderen fordert auch selbst einhält. Die ganze Debatte mit dir geht im wesentlichen nur um diesen einen Punkt, dass nicht mit Steinen werfen sollte, wer im Glashaus bloggt.

    @kritischer Prof

    Dasselbe gilt so ähnlich bei euch. Wem beim wüsten Beschimpfen alles scheißegal ist, der sollte nicht verwundert aufwachen, wenn er/sie es dann endlich geschafft hat alle möglichen Menschen gegen sich aufzubringen, die einem in dieser Gesellschaft überhaupt zugehört hätten. Wer sein Bedauern über eine solcherart schiefgelaufene Kommunikation nur mit neuerlichen Beschimpfungen und Denunziationen aller Anderen ausdrücken kann, ist ebenfalls traurig zu bemittleiden, wenn er/sie über den Unmut, der ihm/ihr entgegenschlägt erstaunt und verwundert ist.

  18. P.S.: Der sogenannte Volksmund bringt diesen Gedanken sehr viel prägnanter auf den Punkt: Ich scheiß nicht da, wo ich fress. 😉

  19. Diätimus sagt:

    Achja der gern zitierte Volksmund.
    Richtigerweise müsste es für die beschriebenen Zustände allerdings heißen: Versuch nicht da zu fressen wo andere nur zum scheißen hingehen.“

    Denn dort wo quasi jahrelang diskutiert wird wer angefangen hat, wo Gewaltandrohung gerechtfertigt oder besser um Verständnis für diese geworben wird mit der Aussage „die anderen haben aber die Sicherheitsgrenze überschritten“ (u.ä.) da kann es nur beschissen sein.
    Der Kant strapazierende Volksmund sagt dazu: Was du nicht willst das man dir tu das füg auch keinem andern zu. Mir sind beide Seiten unsympatisch, die Indymedia-Strapazierer ebenso wie die Aufs-Maul-Brüller. Wer mit solchen Leuten ernsthaft Politik macht hat ein sagen wir mal spannendes Verhältnis zu Gewalt, Vertrauen, Macht und Sicherheit.
    Ich fress lieber da wo man auch gemütlich kochen kann. Oder umgekehrt.

  20. d_l sagt:

    @diätimus

    Das ist so grundsätzlich natürlich auch ein Punkt. 🙂 Und zwar interessanterweise einer, der den kritischen Kritikern in ihrer Darstellung völlig entgeht. In ihrer polarisierten und selektiven Wahrnehmung kannst du nur zum falschen Ganzen gehören, wenn du nicht für sie bist. Ich seh mich aber genau wie du auch, weder als IndyStrapazierer noch als Aufs-Maul-Brüller, ich ärger mich nur darüber dass die Leute mit solchem Mist Zeit vergeuden, statt linke Politik zu machen.

    • Krit Prof sagt:

      „In ihrer polarisierten und selektiven Wahrnehmung kannst du nur zum falschen Ganzen gehören, wenn du nicht für sie bist.“

      Für diese Behauptung konntest du seit einem Jahr keinen einzigen Beleg anführen. Du wiederholst nur immer und immer wieder, was du schon viel zu oft in den Raum ohne Boden gestellt hast.

  21. George Taylor sagt:

    @ Diatismus

    Es gibt keine ‚Aufs Maul Brüller‘. Sondern eine Person hat nach dem ganzen Zirkus den Kritischen Provinz abgezogen hat, geäußert, dass man denen mal eine durchladen müsste. Nicht unbedingt die feine englische, aber eigentlich auch jetzt so kein großer Skandal, dass man gleich auf indy losheulen muss. Zumal man ja selbst alles – aber auch wirklich alles an den Tag gelegt hat, um die Situation eskalieren zu lassen.

    Die ganze Affäre hat nicht mal mehr Grundschulniveau, dass ist einfach nur Kindergarten.

  22. Diätismus sagt:

    @George
    Zu sagen es gibt außer der „mal eine durchladen“-Person, keine Brüller, ist ne interessante Wahrnehmung für jemanden der täglich im Netz den Shitstorm umschwimmt. Das Internet, Blogs, Indy und Facebook sind bekanntermaßen die Lieblingsplätze angestauter Unzufriedenheit, wenn auch gänzlich ungeeignet. Ein Skandal bleiben die Zustände trotzdem.
    @ d_l
    Für mich stecken in diesen Zuständen ne ganze Menge Normativität und Repression und auf diese Weise ist wenig linke Politik möglich. Denn ich bin mir sicher du meintest nicht die „linke Politik“, die sich als Label für eine Subkultur eignet und die fortwährend neue Normen ausspuckt? Was für dich wohl echte linke Politik ist… Gleichfalls ärgerlich für mich so selten in den Genuss einer solchen zu kommen.
    Also an alle: Stop doing ‚Mist‘, make some politics!

    mMn: Sollten Kinder im Kindergarten auf Kindergartenniveau sich so Stulle verhalten wie manch erwachsene Menschen, die das dann Politik-Machen nennen, dann haben sie das bestimmt nicht aus ihren Genen sondern von Erwachsenen, die sich Stulle verhalten, dementsprechend ist das Verhalten von doofen Erwachsenen als Kindergartneniveau zu bezeichnen adultistisch, weil es die Kinder in ihrem kindlichen aber nicht asozialem Verhalten unberechtigt abwertet.

  23. d_l sagt:

    Unter Subkultur würde ich auch die Selbstinszenierung als braven Kritiker, der unerschrocken gegen alle Missstände und Fehler der Anderen anschreibt, fassen. Nur ist das halt eher eine Internetsubkultur.

    Im Übrigen, kannst du bestreiten was du willst, die Richtigstellungen auf eurem Blog, die im Stile einer Differenzierung ansetzen um dann bei einem Generalabwasch mit Ausrufezeichen zu enden, sprechen für sich.

    bspw. hier: „Das einzige, was wir aus heutiger Perspektive einräumen müssen, ist dass der Text unzureichend treffsicher adressiert wurde. Wie treffend er letztlich auf das gesamte Awiro-Umfeld übertragen werden kann und muss (sollen eben alle richtigen getroffen werden), stellte sich erst später heraus.“

    Dann folgt:

    „Dies kann lediglich als Konsequenz eines extrem ausgeprägten Freund-Feind-Denkens verstanden werden. Der eigenen Logik folgend können die, die das Awiro öffentlich kritisieren nicht zum „eigenen Lager“ gehören. Sollte jemals ein anderer Anschein bestanden haben, muss dieser nun durch die krass entgegengesetzte Positionierung widerrufen werden: Die unliebsamen Kritiker_innen werden von heute auf morgen zu Feinden erklärt und konsequenter Weise mit Nazis gleichgesetzt bzw. in deren Nähe gerückt, die ja bekanntlich das extremste Hassobjekt der Linken darstellen. Der Widerspruch, der eigentlich hätte für Diskussionen und Fortschritt hätte fruchtbar gemacht werden können, wird so versucht einzuebnen.“

    Und dazu, ich wiederhole mich da mal wieder, noch einmal die Frage: In welchem aller möglichen Universen funktioniert eine gelingende auf Verständigung zielende Diskussion in der Weise, dass man sein Gegenüber beleidigt, sich überrascht gibt, dass das Gegenüber verärgert ist und daraus den Schluss zieht, dass Gegenüber hätte einen Reflexionstotalausfall weshalb es nun geboten sei, noch mal nachzulegen mit dem Beleidigen, welches man zum guten Schluss auch noch als konstruktiv gemeinte emanzipatorische Kritik ausgibt?

  24. George Taylor sagt:

    Die Marschrichtung ist bereits zu Beginn einigermaßen vorgegeben wurden:

    Dies ist der letzte Versuch einen kritischen Einfluss auf die sog. „linke“ Szene in Rostock (und ggf. auch Umgebung) zu nehmen. Rostocks „Linke“ möchte seine ruhe, möchte sein Süppchen so kochen, wie es rostocker_innen Linken gut schmeckt. Dass es jedoch nicht allen schmeckt interessiert keine_n der Köche_Köchinnen.

    Daher scheint es mehr als notwendig und an der Zeit endlich einen Diskurs zu führen. Sollte auch dieser nicht geführt werden wollen oder totgeschwiegen werden, soll dies wenigstens ein Manifest der Solidarität mit all denen sein, die seit Jahren gegen Windmühlen kämpfen oder bereits resigniert haben.

    Sollte dieser Versuch allerdings (zugegebener Maßen wider Erwarten) nicht nur ein letzter ohnmächtiger Verzweiflungsakt sein, sondern etwas positives bewirken können […]
    http://kritischeprovinz.blogsport.de/2012/01/11/hallo-provinz/

    Das ist der erste Eintrag bei kritischer Provinz. Und schon hier deutet sich die Problematik an, an der KP schließlich scheiterte. Zu den Grundregeln eines Konfliktgespräches gehört es, dass nur Verhalten nicht aber die Person an sich kritisiert werden soll. Was macht KP? Der Rostocker radikalen Linken zunächst erstmal ihre Identität absprechen, also genau das Gegenteil.

    Einen Diskurs, eine konstruktive Intervention damit zu beginnen, dass man laut vorträgt, dass dies aller Wahrscheinlichkeit sinnlos sei und so das eigene Geschreibene wenigstens als Manifest da stehen bleiben möge, lässt erahnen, dass die Gefahr einer sich selbst erfüllenen Prophezeihung wohl nicht ganz von der Hand zu weisen ist.

    Das ärgerliche ist dabei, dass ja einiges was KP moniert hatte, zumindest einen realen kritikwürdigen Kern hat. Die Diskursunfähigkeit von KP hat leider einen ggf. fruchtbaren Dialog verhindert.

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